Der Frühlingsbote | 2 leckere vegane Bärlauchrezepte

Wenn man zurzeit an Bächen oder in Wäldern unterwegs ist, steigt einem überall der unverkennbare Duft von frischem Bärlauch in die Nase. Er ist ein richtiger Frühlingsbote und deshalb freue ich mich jedes Jahr auf das leckere Kraut. Bärlauch trägt in jeder Hinsicht die Aspekte des Frühlings in sich. So ist er ein uraltes Heilkraut, das der Stärkung des Immunsystems und der Entgiftung dient. Zudem enthält Bärlauch Antioxidantien und eine Menge sekundäre Pflanzenstoffe. Hier teile ich mit euch zwei vegane Bärlauchrezepte.

Bärlauch sammeln

Bärlauch wächst ab Ende März fast überall in feucht-schattigen Wäldchen und entlang von Bachläufen. Durch seinen markanten Knobli-Geruch bemerkt man ihn sofort. Jedoch sollte beim Sammeln auf einige wesentliche Punkte geachtet werden. Denn, sowohl das Maiglöckchen als auch die Herbstzeitlose sind giftig und könnten von Laien mit Bärlauch verwechselt werden. Dabei möchte ich sagen, dass es von Vorteil ist, jemanden mitzunehmen, der sich auskennt, wenn man völlig ahnungslos Wildkräuter sammeln möchte. Unverkennbare Merkmale für Bärlauch sind:

  • Intensiver Knoblauch-Duft, der über dem Bärlauch liegt, spätestens aber beim zerreiben der Blätter zwischen den Fingern stark wahrnehmbar ist. Achtung: nach dem Pflücken einiger Blättern haftet der Geruch an den Fingern, sodass dies nicht mehr ein eindeutig bestimmbares Merkmal ist.
  • Die weissen Stiele wachsen einzeln aus dem Boden und bilden jeweils nur ein einziges Blatt aus.
  • Die intensiv grüne Blattoberseite ist glänzend, wobei die Unterseite matt ist.

vegane Bärlauchrezepte

Entgegen aller sich hartnäckig haltenden Mythen, ist kein Teil des Bärlauchs, egal zu welcher Jahreszeit, giftig. Dennoch verlieren die Blätter mit zunehmender Temperatur und fortschreitendem Wachstum ihre Zartheit und ihren charakteristischen Knoblauchgeschmack. Deshalb wird er vorzugsweise von Ende März bis Mitte April gesammelt. Sogar die Knospen und die Blüten, können auf verschiedene Weise zubereitet werden.

Bärlauchkapern und Pesto

Rezept 1 – veganes Bärlauchpesto

Die Mengenangaben müssen nicht so strikt eingehalten werden, etwas mehr hiervon oder etwas weniger davon spielt keine Rolle.

  • 200 G frische Bärlauchblätter, gewaschen und trocken getupft, zusammen mit 200 G gerösteten Nüssen oder Kernen nach Wahl (ich hatte Haselnüsse), 3 EL Hefeflocken und 200 ML Traubenkern- oder Olivenöl in den Mixer geben.
  • Mit 1 TL Salz und einigen kräftigen Umdrehungen aus der Pfeffermühle würzen.
  • Pulsieren, bis die Konsistenz erreicht ist, die du am liebsten magst. Ich lasse mein Pesto gerne etwas stückiger.
  • In heiss ausgespülte und getrocknete Gläser füllen, etwas Platz lassen und komplett mit Öl bedecken. Das dient der Konservierung.

Man kann die frischen Bärlauchblätter auch einfach fein hacken und portionenweise einfrieren. Ferner kann man sie auch in Stücke schneiden und mit Öl begiessen. So erhält man ein aromatisches Kräuteröl.

veganes Bärlauchpesto

Rezept 2 – eingelegte Bärlauchknospen

  • 100 G Bärlauchblütenknospen gut gewaschen und trocken getupft in saubere Gläser füllen und oben etwas Platz lassen.
  • In einem Topf 200 ML Apfelessig, 200 ML Wasser, 1 EL Zucker und 1 TL Salz verrühren. Ein Lorbeerblatt hineingeben und aufkochen lassen.
  • Einige Pfefferkörner oder andere Gewürze nach Wahl zu den Knospen in die Gläser geben und mit der kochenden Flüssigkeit übergiessen. Dabei, die Gläser ganz füllen, sofort verschliessen und auf den Kopf stellen.
  • Nach dem Abkühlen ca. 1 Woche an einem kühlen und dunklen Ort durchziehen lassen.

vegane Bärlauchkapern

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Bärlauch sammeln und ausprobieren meiner Rezepte. Lasst mir gerne einen Kommentar da, was ihr gerne mit Bärlauch zaubert.

 

 

Gib deinen Senf dazu...

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.