Mittsommer | Die Hochzeit der Erdgöttin mit dem Sonnengott

Noch ist es nicht allzu lange her, dass die Menschen sehr eng mit der Natur verbunden waren. Dies hatte mit Glauben allerdings wenig zu tun. Vielmehr war es einfach gegeben, sich an den natürlichen Rhythmen zu orientieren. Am Stand der Sonne, des Mondes und der Sterne, am Verhalten der Tiere zu veschiedenen Zeiten im Jahr oder an der Veränderung der Pflanzen. Heute leben viele von uns nach künstlichen Rhythmen. Ein Kalender, der nichts mehr mit dem Sonnen- und Mondjahr gemeinsam hat. Elektrisches Licht, das zu jeder Stunde, Tag werden lassen kann. Mitten in der Nacht aufstehen, um arbeiten zu gehen und auch das dauernde Umgebensein von Technik. Auch heute wird, vor allem in den nordischen Ländern, noch immer Mittsommer gefeiert. Einige der Rituale erinnern noch an die jahrtausende alte Bräuche, die schon von unseren Urahnen begangen wurden um die Hoch-Zeit des Jahres zu zelebrieren.

Mittsommer

Auch heute wird, vor allem in den nordischen Ländern, noch immer Mittsommer gefeiert. Einige der Rituale erinnern noch an die jahrtausende alte Bräuche, die schon von unseren Urahnen begangen wurden um die Hoch-Zeit des Jahres zu zelebrieren.

Was wurde gefeiert?

Die Sonne steht zu dieser Zeit an ihrem allerhöchsten Punkt am Firmament. Die Pflanzen auf der Erde stehen in vollem Saft. Kräuter entfalten ihre ganze Kraft und überall schmücken die schönsten Blumen die Umgebung. Und auch bei den Menschen ist der letzte Rest Frühjahrsmüdigkeit verschwunden. In den nördlichen Gebieten liegt nun kein Schnee mehr und die Menschen gehen raus in die Natur.

In allen Sagen der nördlichen Hemisphere vermählt sich zu dieser Zeit die jungfräuliche Tochter der Erdgöttin, der Holle, mit dem Sohn des Himmels, dem Sonnengott. Diese Legenden oder Märchen erzählen von der Fruchtbarkeit, der Freude und Kraft.

Wie wurde gefeiert?

Die Menschen errichteten Kultplätze in der Natur und schmausten, tranken, tanzten in Ekstase. Verliebte bauten sich ein Liebesnest draussen auf den Wiesen und in den Wäldern. Holunderküchlein zu Ehren der Muttergöttin wurden verspeist und grosse Feuer als Symbol für die Sonne entzündet. Duftende Kräuter wie z.B. Beifuss wurden dem Feuer geopfert und die Menschen schmückten sich und ihre Häuser mit Blumen.

Selbstverständlich variieren die Riten, je nach Kultur, jedoch war es immer ein Fest der Freude, des Genusses und der Fruchtbarkeit.

Mittsommer, Johanni

Feiere mit!

Lasst uns unserer Wurzeln gedenken. Feiere Mittsommer mit mir und wenn auch nur im Geiste. Widme diese Tage der puren Freude und dem Genuss.

Geh barfuss über die warme Erde oder verbringe den Tag draussen. Entzünde ein Feuer und räuchere Beifuss, Holunderblüten oder andere Kräuter, die du findest. Das Kraut, das dieser Zeit besonders gewidmet ist, ist das Johanniskraut, es sollte heute zu blühen beginnen.

Hast du eine eigene Art, Mittsommer zu feiern? Schreib mir doch gerne weiter unten in die Kommentare. Ich wünsche einen freudevollen Tag.

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